Der demographische Wandel zeigt die Grenzen des medizinischen Versorgungssystems. Technische Innovationen fassen immer mehr auch im hausärztlichen Alltag Fuß. Innovative Versorgungskon- zepte und die Entlastung durch intelligent gestaltete Notdienstkonzepte, ein steigender Bedarf an Hausärzten und fehlende finanzielle Anreize für die Niederlassung von Ärzten sind Herausforderungen, denen sich die Hausärzte in Hessen stellen. Dazu gehört es einerseits, sich zentralen gesellschaftlichen Fragen anzunehmen, etwa der wachsenden Zahl von Menschen mit Demenz, der Betreuung von Kindern und Jugendlichen und ihren besonderen, teils durch Medien geförderten Krankheitsbildern sowie andererseits auch die zunehmende Vereinsamung vieler alleinlebender Menschen.
Für die meisten Menschen ist es daher wichtig uns Hausärzte als ersten Ansprechpartner an ihrer Seite zu wissen, als einen Begleiter, der ihre Bedürfnisse und persönliche Situation über Jahre hinweg kennt. Dies unterstützt der Hausärzteverband Hessen unter anderem mit den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung. Aber auch eine gute Zusammenarbeit mit Spezialisten wird immer wichtiger: Um die gezielte Kooperation auszubauen, hat der Hausärzteverband zusammen mit Fachärzten die Versorgungslandschaften entwickelt. Dort werden gemeinsam Strategien zum Wohle der Patienten erarbeitet.
In der letzten Wahlperiode der KV hat der Hausärzteverband Hessen bereits viele Verbesserungen für Hausärzte erreicht:
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Durch den nun einheitlichen Ärztlichen Bereitschaftsdienst in ganz Hessen (gleiche Öffnungszeiten und Vergütung für alle Dienstärzte) haben sich die Arbeitsbedingungen für Hausärzte außerhalb ihrer Praxisöffnungszeiten erheblich verbessert. Auch sind so Beruf und Familie leichter zu vereinbaren.
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Anbindung der ÄBD-Zentralen an Kliniken (noch bevor der Gesetzgeber die Portalpraxen gefordert hat)
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Statt örtlicher Hintergrunddienste gibt es nun einen überregionalen Hintergrunddienst, was Hausärzte sehr entlastet.
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Einführung eines flächendeckenden kinderärztl. Notdienstes hessenweit.
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In Zusammenarbeit mit Fachärzten wurde die Erweiterte Honorarverteilung (EHV) neu organisiert, um so ein auch in der ferneren Zukunft trag- und finanzierfähiges System der EHV in der KV Hessen zu erhalten, ohne dass aktive oder passive ärztliche Kollegen einseitig belastet werden.
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Förderung der Ärzte in allgemeinmed. Weiterbildung, beginnend vom PJ über die Koordinierung der Weiterbildung bis zur Förderung der Niederlassung
Hausärzte für Hausärzte: Geben Sie Ihre Stimme der Liste "Die Hausärzte – Hausärzteverband Hessen", damit die hausärztlichen Interessen in den Gremien der KV Hessen auch in Zukunft stark vertreten sind.
Ziele des Hausärzteverbands Hessen in der KV bis 2022:
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Eine Hausärzte-KV / alleinige Entscheidungsverantwortung durch Hausärzte für hausärztliche Belange
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Einführung eines Primärarztsystems
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Regelmäßige EBM-Anpassung an die Wirtschaftsentwicklung Deutschlands
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Abschaffung von Richtgrößen und Regressen
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Aktive Nachwuchsförderung
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Entrümpelung der KV-Bürokratie und des Abrechnungsdschungels
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Hausarztliste Hessen
Die Top 10 Kandidatinnen und Kandidaten zur KV-Wahl 2016, vollständige Liste und weitere Informationen erhalten Sie vom Hausärzteverband Hessen per E-Mail.
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Armin Beck, Hofheim
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Michael Thomas Knoll, Lich
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Monika Buchalik, Maintal
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Dr. Eckhard Starke, Offenbach
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Christian Sommerbrodt, Wiesbaden
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Jutta Willert-Jacob, Haiger
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Michael Andor, Groß-Gerau
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Dr. Uwe Popert, Kassel
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Dr. Sylvia Mieke, Frankfurt am Main
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Dr. Tobias Gehrke, Neu-Isenburg